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Buddhismus
Dagobas und Mudras
Fast immer wird eine buddhistische Tempelanlage von einer Dagoba (in Indien Stupa genannt, Pali: Thupa) beherrscht. Ihr Ursprung liegt im Grabhügel über der letzten Ruhestätte des historischen Buddha bzw. anderer Heiliger. Sie ist ein massives Gebäude ohne einen von Menschen zu nutzenden Innenraum. Sie hat ein Zentrum, eine Achse, ist an den Himmelsrichtungen ausgerichtet und besteht aus klaren geometrischen Formen. Ihre Funktion ist rein symbolischer Art: sie dient als Reliquienschrein physischer

Überreste Buddhas, Erinnerungsmal oder Votivgabe. Aus Funden von kleinen, meist aus Halbedelsteinen geformten Dagobas, die man in Reliquienkammern großer Dagobas fand, weiß man, dass es mindestens vier Formen gegeben hat.

Heute findet man nur noch die Blasen- (Bubbulakara) und die Topfform (Ghatakara) vor, denn Dagobas sind häufig umgebaut worden. Eine Dagoba - das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Reliquienkammmer (Dhatu = Reliquie; Garbha = Kammer) - setzt sich aus mehreren Elementen zusammen: drei umlaufenden Terrassen für Blumenopfer; der Kuppel, die das Weltei symbolisiert; dem viereckigen Götterhaus und den konisch zulaufenden Schirmen, die den Himmel symbolisieren; an der Spitze schließlich ragt die Weltachse heraus. Für die Blumenopfer wurden später an den Kardinalpunkten Altäre (Vahalkadas) geschaffen. In der Mitte des massiven Bachsteinbaus befindet sich eine Reliquienkammer. Kleine Dagobas wurden auch mit einem runden, auf Steinsäulen ruhenden Holzdach überbaut.
    
Mudras nennt man die Gesten der Buddha-Statuen. An der Fußstellung ist bei den liegenden der schlafende vom sterbenden Buddha zu unterscheiden. Schläft der Buddha, liegen die Füße parallel; stirbt er, ist der untere Fuß leicht vorgeschoben.

Furchtlos zeigt sich Buddha in der Abhaya-Haltung. Die Linke hängt herab, die Handfläche der rechte, erhobenen Hand weist nach vorn, es ist auch eine Geste der Ermutigung. In der ähnlichen Haltung der Varada weist auch die linke Handfläche nach vorn, es ist die Geste der Gunstgewährung; die rechte Hand, Daumen und Zeigefinger formen das Rad der Lehre, zeigt die Geste der Lehrdarlegung (Dharmavakyana) o.Abb.

Am häufigsten findet man den sitzenden Buddha mit übereinandergelegten Beinen und Händen, Fußsohlen und Handflächen zeigen nach oben. Diese Dhyany-Haltung zeigt den tief meditierenden Buddha. Der lehrende Buddha sitzt mit gekreuzten Beinen, seine Finger der rechten Hand bilden einen Kreis, die der linken deuten darauf. Weist der Buddha mit seiner rechten auf den Boden, während die Linke mit der Handfläche nach oben im Schoß liegt, heißt die Geste Bhumisparsha: er ruft die Erde als Zeugen für seine Erleuchtung an.

Rechtshändige Handgesten

"Ermutigung"
(abhaya) Diese Geste wird auch als  "Segnungs-" oder "Furchtlosigkeits" Mudra bezeichnet. Die zum Betrachter hin geöffnete" nach oben weisende Hand ermutigt den Gläubigen dem Buddha oder Bodhisattva näher zu treten. Die Geste kommt vereinzelt auch linkshändig vor. Diess Mudra ist typisch für Buddha Shakyamuni und den Dhyani Buddha Amogasiddhi.

"Lehrdarlegung"
(vitarka) Diese Geste wird auch als Mudra der Diskussion bezeichnet. Daumen und" Zeigefinger formen das Rad der Lehre. Alle anderen Finger sind nach oben gerichtet. Dies ist die mystische Geste der Taras and Bodhisattvas.

"Erdberührung"
(bhumisparsha) Der sitzende Buddha berührt mit den Fingerspitzen die Erde um sie als Zeugin für die Wahrheit seiner Worte anzurufen. Der Arm hängt über dem Knie. Die Handflächen zeigen nach innen, alle Finger sind nach unten gerichtet, die linke Hand liegt mit der Handfläche noch oben auf dem Schoß. Die Geste symbolisiert Shakyamunis Sieg über den Teufel Mara. Der Dhyani Buddha Akshobhya zeigt die gleiche Mudra.

"Wunschgewährung"
(varada) Die geöffnete" abwärts weisende Hand deutet die Bereitschaft an" das Gewünschte zu gewähren. Der Arm hängt mit nach außen gerichteten Handflächen herab. Die Mudrâ kann auch mit der linken Hand vollzogen werden. Dies ist die mudra des Dhyani Buddha Ratnasamhavas, des Bodhisattva Avalokiteshvara and (manchmal) die des stehenden Buddha Shakyamunis.

"Askese"
(shramana) d. h. Geste der Entsagung und des Verzichts. Die Hand ist vom Körper nach unten weggestreckt in der Andeutung des Fallenlassens weltlicher Genüsse.

"Begreifen"
(cincihna) Daumen und Zeigefinger begreifen einen feinen Gegenstand" ein "Körnchen" der Wahrheit. Symbol des geistigen Begreifens.

"Drohung"
(tarjana) Der erhobene Zeigefinger ist auf den Dämon oder Gegner gerichtet, die anderen Finger sind zu einer Faust geballt. Die Mudrâ kommt auch linkshändig vor. Man findet dies Mudra bei zornvollen Gottheiten.

"Bannung"
(karana) Mit den Hörnern eines wilden Yak geht der Adept gegen den Dämon vor. Die Hand wird waage- oder senkrecht mit der Handfläche nach vorne gehalten. Der Daumen hält die beiden mittleren Finger, während der kleine und der Zeigefinger nach vorne zeigen. Die Mudrâ kann auch mit der linken Hand vollzogen werden. Man findet diese Mudra bei Ekajata und Yama.

"Gruß"
(Buddhasramana) Die rechte Hand ist auf Schulterhöhe erhoben, das Handgelenk wird nach hinten gekrümmt und die Finger und Handfläche sind nach oben gerichtet, wobei die Finger nach außen (vom Körper weg) zeigen. Man findet diese Geste bei Vasudhara and Usnishijaya.

"Huldigung"
(Tarpana) Die Arme sind in den Ellbogen gebeugt, die Hände liegen in Höhe der Schultern. Die Finger sind mit den Spitzen leicht in Richtung der Schultern gekrümmt. Die Handflächen zeigen nach unten. Diese Geste gehört zu Namasangiti.

"Harina Geste"
Bei dieser Geste berühren sich Daumen und der zweite und dritte Finger zu einem Kreis und formen einen Ring. Der kleine und der Zeigefinger zeigen dagegen nach oben. Meistens werden zusätzliche Attribute gehalten.

"Jnana mudra"
Spitzen von Daumen und Zeigefinger berühren sich und bilden einen Kreis. Die anderen werden ausgestreckt gehalten. Diese Mudra wird vor der Brust gehalten, die Handflächen zum Körper. Insoweit unterscheidet sie sich von der vitarka Mudra, bei die die Handflächen vom Körper weg zeigen.

"Kartari mudra"
Bei dieser Geste werden die Hände in Schulterhöhe gehalten. Daumen und Ringfinger berühren sich, so dass ein Kreis gebildet wird. Zeige- und Mittelfinger zeigen gerade nach oben und ähneln so Kaninchenohren oder einem Hirschgeweih. Häufig werden Attribute zwischen diesen Fingern gehalten.
 
   
Linkshändige Handgesten

"Muße"
(avakasha) Die sitzende Person hält die linke Hand, Innenfläche nach oben" auf dem Schoß.

"Kataka mudra"
Eine faustähnliche Geste, bei der die Finger so weit zusammengehalten werden, bis der Daumen den Zeigefinger berührt. So wird eine offene Röhre geformt. Man findet diese Mudra auf Bildern, bei denen frische Blumen oder andere Verehrungs-Objekte gehalten werden.
   
Beidhändige Handgesten

"Meditation"
(dhyana) Die sitzende Figur hält die Hände im Schoß übereinandergelegt" die rechte Hand ist immer oben, die Handflächen zeigen nach oben, die Finger sind ausgestreckt. Dies ist die Geste von Buddha Shakyamuni, Dhyani Buddha Amitaba und des heilenden Buddhas.

"Meditation mit Almosentopf"
Die Meditationsgeste dient auch dazu, den Almosentopf zu halten. Die Symbolik gilt nur wenn es sich um den Almosentopf, nicht, wenn es sich um ein anderes Gefäß handelt.

"Rad der Lehre"
(dharmacakrapravartana) Beide Hände werden vor der Brust gehalten. Daumen und Zeigefinger der rechten Hand formen das Rad, der Mittelfinger der linken Hand versetzt es symbolisch in Rotation. Sie ist typisch für den Dhyani Buddha Vairocana. Gleichzeitig aber auch für der erleuchteten Buddha während seiner ersten Predigt in Sarnath.

"Hûm"
(vajrahûmkara). Der mit der echten männlich) und die mit der linken Hand gehaltene Glocke (weiblich) werden vor der Brust gekreuzt und symbolisieren damit die Vereinigung in der die Pole verschmelzen. Die Handflächen zeigen nach innen zur Brust und zum Herzen. Dies ist die Geste von Adi Buddha Vajradara, Samvara und Trailokyavijaya.

"Erleuchtung"
(vajra) Das durch den rechten (männlichen) Zeigefinger symbolisierte eine Absolute ist von der Vielheit der Finger der linken (weiblichen) Hand, d. h. der Phänomenwelt" umschlossen. Eine Seitenverkehrung der Mudrâ ist häufig.

"Höchste Erleuchtung"
 (uttarabodhi) Die Hände sind verschränkt, die Zeigefinger parallel zueinander nach oben ausgestreckt. Die Geste deutet an, daß die Polaritäten eins geworden sind. Diee Mudra zeigt Buddha Shakyamuni als Befreier der Nagas.

"Spende"
(kshepana) Nach Eintauchen in ein Gefäß mit Nektar (amrta) sprengen die zusammengelegten Zeigefinger Todlosigkeit (amrta = Nirvana) aus. Die Mudrâ versinnbildlicht auch das Ausgießen des Spendenwassers.

"Gruß- oder Verehrung"
(namaskara) Die vor der Brust erhobenen Hände liegen mit den Handflächen fest zusammen. Sie ist die Geste des Avalokiteshvara in Manifestationen mit mehr als zwei Armen.

"Haltens des Juwels"
(manidhara) Die Hände sind ausgewölbt und bergen das wegen seiner Transparenz unsichtbare Wunschjuwel Cintamani. Geste des Avalokiteshvara, fälschlich oft mit der Grußgeste verwechselt.

"Furcht einflößen"
(Bhûtadâmara), auch Trailokyavijaya oder "Ehrfurcht erzeugende" Geste genannt. Die Hände sind in Handgelenkhöhe gekreuzt, di rechte liet vir der linken, die Handflächen zeigen nach außen. Normalerweise sind die beiden mitleren Finger leicht gekrümmt und beide Hände halten zusätzliche Attribute. Man finder diese Geste bei Vajrapani und Bhutadamaravajrapani.

 "Anjali mudra"
Beide Hände werden über dem Kopf gehalten, alle Fingers sind gespreizt. Häufig wird dabei ein ein Object gehalten, z.B. hält eine tantrische Form des Avalokiteshvara ein Bild von Amitabha in dieser Mudra.
   
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